Hilfe zur Leihgeräteverwaltung

Beschreibt jede Funktion – damit das Werkzeug auch dann gepflegt werden kann, wenn die ursprünglichen Ansprechpartner nicht mehr da sind. Werte in den Kästen „So ist es hier eingestellt“ stammen aus dieser Installation und gleichen sich jede Minute selbst ab.

1 · Erste Schritte

Zweck

Die Leihgeräteverwaltung ersetzt den händischen Ausgabezettel für Leihgeräte (Notebook, Smartphone, Tablet …). Die IT gibt ein Gerät an eine Person aus, der Ausgabezettel mit den Bedingungen entsteht automatisch und wird digital unterschrieben – vor Ort auf dem Bildschirm, per persönlichem Link (Mail, Chat oder QR-Code) oder klassisch auf Papier mit hochgeladenem Scan. Alles ist nach Firmen getrennt, die Rückgabe wird mit einem Klick erfasst, alte Zettel wandern ins Archiv und werden nach der Aufbewahrungsfrist gelöscht.

Das Asset-Management (z. B. ConnectWise PSA) bleibt die führende Inventarliste. Diese Anwendung hält nur, was für den Zettel nötig ist: Gerät (Art, Hersteller, Modell, Asset-Tag, Seriennummer, IMEI, Zubehör), Person (Name, optional Adresse, Abteilung, Kennung) und die Unterschriften. Es gibt keinen Gerätebestand: Ein Gerät wird bei der Ausgabe eingetragen (von Hand oder als ConnectWise-PDF) und bei der Rückgabe wieder ausgetragen – der Zettel behält seine Angaben, die Suche nach Seriennummer oder Asset-Tag findet jeden Zettel dazu. Die Anwendung ist bewusst kein Asset-Management: Im Mittelpunkt stehen die Unterschriften und der schnelle Überblick über die Ausgabezettel – je Person auf einer Seite (Person als Zentrale).

Schnellstart

  1. Konsole → Allgemein: Basis-URL eintragen (https://leihgeraete.odinbrinkema.de) – daraus entstehen alle Links.
  2. Konsole → Allgemein: Herausgeber (Firma der IT), Abteilung, Anschrift und Kontakt für den Kopf der Zettel.
  3. Konsole → Zettelarten & Bedingungen: je Zettelart (z. B. Notebook, Mobilgerät, Allgemein) den eigenen Text auf Deutsch und auf Englisch einsetzen und freigeben. Vorher tragen Zettel „ENTWURF“ und lassen sich nicht unterschreiben.
  4. Konsole → IT-Zugänge: Zugänge für die IT anlegen – jeder bekommt einen Einrichtungslink für seinen Passkey (per Mail und/oder zum Kopieren).
  5. Konsole → Versand & Postfach: Microsoft 365 oder SMTP einrichten, testen, einschalten (optional – ohne Mail funktionieren Vor-Ort-Unterschrift, Link kopieren und QR-Code).
  6. Firmen anlegen (mit Logo und, falls nötig, Kontakt für die Arbeitgeber-Unterschrift), Personen anlegen oder importieren. Geräte entstehen erst mit der Ausgabe.
  7. Neue Ausgabe: Person + Gerät wählen, Unterschriftsweg wählen – fertig.

Anmelden

Die IT meldet sich nur mit einem Passkey an – ohne Kennwort, ohne Adresse eintippen: „Mit Passkey anmelden“, dann bestätigt das Gerät mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht (Windows Hello, Touch ID, Smartphone, Sicherheitsschlüssel). Anmelden kann sich nur, wer in der Konsole als IT-Zugang angelegt ist. Den ersten Passkey richtet man über den Einrichtungslink ein, den die Administration erzeugt (per Mail an die dienstliche Adresse und/oder zum Kopieren, gültig einmal und höchstens 7 Tage). Weitere Passkeys (z. B. Telefon als Ersatz) unter „Mein Zugang“. Gerät verloren? Die Administration entfernt die Passkeys und schickt einen neuen Einrichtungslink. Ein Passkey ist an diese Adresse gebunden – eine nachgemachte Seite kann ihn nicht abgreifen. Gespeichert ist nur der öffentliche Schlüssel. Nach mehreren Fehlversuchen wird die Anmeldung von dieser Adresse für 15 Minuten gesperrt. Die Sitzung endet nach der eingestellten Dauer (höchstens 24 Stunden).

Die Konsole (Administration) hat einen eigenen Zugang, ebenfalls nur per Passkey – kein Kennwort, kein Einmalcode, getrennt von den Passkeys der IT-Zugänge (Admin-Anmeldung, dort auch Erst-Einrichtung und Notfall). Eine Admin-Sitzung kann alles ansehen und einstellen, aber nicht als Herausgeber unterschreiben – dafür braucht es einen IT-Zugang.

Personen, die Geräte bekommen, haben keinen Zugang. Sie bekommen einen persönlichen, befristeten Unterschriftslink oder Einsichtslink.

Als App

In Edge oder Chrome „Als App installieren“ in der Seitenleiste – dann öffnet sich die Anwendung in einem eigenen Fenster. Gespeichert werden nur Programmdateien, nie Geräte- oder Personendaten. Auf einem Tablet eignet sich die App besonders für die Unterschrift vor Ort.

2 · Ausgabe

Gerät ausgeben

Neue Ausgabe (oder auf der Seite der Person „Gerät ausgeben“) → Firma wählen → Person wählen oder direkt neu anlegen → Gerät eintragen (Art, Hersteller, Modell, Seriennummer, Asset-Tag, IMEI) → Zustand, Zubehör und – je nach Zettelart – Admin-Rechte, Rufnummer, SIM/eSIM oder Austauschgerät angeben → Ausgabedatum → Unterschriftsweg wählen → „Ausgabezettel erzeugen“.

Je Zettel genau ein Gerät – so bleibt jeder Zettel eindeutig. Die Zettelart ergibt sich aus der Geräteart und lässt sich ändern; die Sprache aus der Person (English). Es entsteht ein Ausgabezettel mit fortlaufender Belegnummer (z. B. LG-2026-0001), das Gerät steht sofort auf „Ausgegeben“. Ein Gerät kann nie gleichzeitig zweimal ausgegeben sein – das verhindert die Datenbank selbst.

Unterschreiben lassen

  • Jetzt vor Ort: Die Person unterschreibt direkt auf dem Bildschirm der IT (Finger, Stift oder Maus). Ideal bei der persönlichen Übergabe mit Tablet oder Touch-Notebook.
  • Link per Mail: Die Person bekommt eine Mail mit ihrem persönlichen Unterschriftslink an die hinterlegte Adresse. Bleibt die Unterschrift aus, erinnert der Hintergrunddienst automatisch (Erinnerungen).
  • Link / QR-Code: Der Link wird einmal angezeigt – kopieren (Teams, Chat) oder als QR-Code mit dem Telefon der Person abscannen lassen.
  • Papier: PDF drucken, unterschreiben lassen, Scan hochladen – siehe Papier & Scan.

Unterschrieben wird mit gezeichneter Unterschrift, mit einem Bild der Unterschrift (PNG/JPEG, z. B. Foto auf weißem Papier – weißer Hintergrund wird entfernt) oder – wenn kein Zeichnen möglich ist – mit dem getippten Namen. Gespeichert werden Name, Zeitpunkt, Art (vor Ort, Link, Bild) und die Prüfsumme des Zettels; das Bild wird neu kodiert und zugeschnitten.

Mit Adobe Acrobat: Das PDF eines offenen, freigegebenen Zettels enthält echte Signaturfelder für jede noch fehlende Unterschrift. Acrobat (oder ein anderes PDF-Programm) erkennt sie als Feld „Unterschreiben“. Das unterschriebene PDF lädt die Person über ihren Link wieder hoch („Unterschriebenes Dokument hochladen“) oder die IT als Scan.

Unterschrift der IT (Herausgeber)

Wer unterschreibt, legt die Zettelart fest: immer die Person, auf Wunsch der Herausgeber (IT) und der Arbeitgeber. Name, Abteilung, Anschrift und Kontakt des Herausgebers stehen im Kopf jedes Zettels (Konsole → Allgemein). Jeder angemeldete IT-Zugang mit Zugriff auf die Firma kann es auf der Seite der Ausgabe unterschreiben – vor oder nach der Person. Unter Mein Zugang lässt sich einmalig eine Unterschrift hinterlegen, die dann per Klick eingesetzt wird (jede Verwendung steht im Audit-Log). Vollständig ist der Zettel, wenn alle Felder unterschrieben sind.

Unterschrift des Arbeitgebers

Verlangt die Zettelart die Unterschrift des Arbeitgebers (z. B. bei Admin-Rechten), trägt man unter Firmen je Firma Name und Adresse der zuständigen Person ein. Sie bekommt einen Link je Firma mit allen Zetteln, die auf sie warten, sieht jeden Zettel als PDF und unterschreibt einen oder mehrere auf einmal. Der Link lässt sich auf der Seite der Firma oder der Ausgabe per Mail senden, kopieren oder als QR-Code zeigen und jederzeit widerrufen. Die Übersicht zeigt, welche Zettel noch auf den Arbeitgeber warten.

Englisch (English)

Je Person lässt sich die Sprache Deutsch oder English wählen. Neue Zettel, Unterschrifts- und Einsichtsseiten, Bestätigungen, Erinnerungen und Rückgabebelege bekommt die Person dann auf Englisch – mit der englischen Fassung der Bedingungen. Fehlt eine freigegebene englische Fassung, gilt die deutsche. Die Mailvorlagen gibt es in beiden Sprachen (Konsole → Mailvorlagen, „… (English)“). Die Oberfläche der IT bleibt deutsch.

Papier & Scan

„PDF / Drucken“ öffnet den Zettel als PDF. Nach der Unterschrift auf Papier den Scan (PDF, JPEG oder PNG bis 10 MB) unter „Unterschriebene Fassung & Scans“ hochladen. Damit gilt der Zettel als unterschrieben (Kennzeichen „Papier“), offene Links werden ungültig. Der Dateityp wird an den ersten Bytes geprüft; jeder Abruf steht im Audit-Log. Einen falsch hochgeladenen Scan kann nur die Administration entfernen.

Der Ausgabezettel

Aufbau: Titel der Zettelart, Belegnummer und Datum; Kopf mit Herausgeber, Empfänger/in und – falls nötig – Arbeitgeber (Firma mit Logo); die Gerätefelder der Zettelart (z. B. Hersteller, Modell, Seriennummer, Asset-Tag, Zubehör, Admin-Rechte, Rufnummer, SIM); die Bedingungen; die Unterschriftsfelder je Rolle (im PDF als Acrobat-Signaturfelder).

Der Zettel ist eingefroren: Inhalt und Prüfsumme werden beim Anlegen gespeichert. Spätere Änderungen an Gerät, Person, Firma oder Bedingungen ändern einen erzeugten Zettel nie; Unterschriften binden sich an die Prüfsumme. Ist ein vollständig online unterschriebener Zettel fertig, wird das PDF automatisch als „Fassung“ abgelegt.

Platzhalter im Bedingungstext: {name} (Name der Person), {firma} (Arbeitgeber (Firma)), {herausgeber} (Herausgeber (Konsole → Allgemein)), {abteilung} (Abteilung der Person), {datum} (Ausgabedatum), {nummer} (Belegnummer), {geraet} (Gerät (Art, Hersteller, Modell)).

Zettelarten

Für verschiedene Geräte gibt es verschiedene Zettel. Eine Zettelart (Konsole → Zettelarten & Bedingungen) legt fest: Titel (deutsch/englisch), für welche Gerätearten sie gilt, welche Felder auf dem Zettel stehen, wer unterschreibt, und den Bedingungstext – auf Deutsch und Englisch, jeweils versioniert und erst nach Freigabe verbindlich. Mitgeliefert sind „Notebook“, „Mobilgerät“ und „Allgemein“ als Entwurf: die eigenen, mit Personal/Recht abgestimmten Texte einsetzen und freigeben. Geräte ohne passende Zettelart bekommen „Allgemein“.

3 · Rückgabe & Archiv

Rückgabe

Auf der Seite der Ausgabe bei den zurückgegebenen Geräten ein Häkchen setzen, Datum und Zustand wählen (einwandfrei, mit Gebrauchsspuren, beschädigt, unvollständig) und optional kurz die Mängel am Gerät notieren – nie etwas über die Person. „Zurücknehmen“ trägt das Gerät aus – der Zettel behält Gerät, Zustand und Mängel, die Gerätesuche findet ihn weiter. Sind alle Geräte eines Zettels zurück, ist er „zurückgegeben“. Der Rückgabebeleg (PDF) listet Gerät, Datum, Zustand und wer zurückgenommen hat; die Person bekommt eine kurze Bestätigung per Mail.

Stornieren

Falsch angelegt (falsche Person, falsches Gerät)? Solange die Person noch nicht unterschrieben hat: „Stornieren“ (Bestätigung STORNO). Das Gerät wird ausgetragen, Links werden ungültig, wartende Mails verworfen. Danach neu anlegen. Stornierte Zettel werden nach der eingestellten Frist gelöscht.

Archiv

Zurückgegebene und stornierte Zettel lassen sich archivieren – sie verschwinden aus den Arbeitslisten, bleiben aber unter Ausgaben → Archiv auffindbar. Vollständig zurückgegebene Zettel archiviert der Hintergrunddienst automatisch nach der eingestellten Zahl von Tagen. Nach der Aufbewahrungsfrist werden sie endgültig gelöscht (Datenschutz).

4 · Stammdaten & Suche

Firmen

Jede Firma (Mandant) hat eigene Personen, Geräte, ein eigenes Logo für den Zettel und auf Wunsch einen Kontakt für die Arbeitgeber-Unterschrift. Die Firmenwahl oben in der Seitenleiste filtert alle Listen; „Alle Firmen“ zeigt alles, was der eigene Zugang sehen darf. Ein IT-Zugang kann auf bestimmte Firmen beschränkt werden (Konsole → IT-Zugänge); nur Zugänge ohne Einschränkung legen neue Firmen an. Archivierte Firmen erscheinen nicht mehr bei neuen Ausgaben.

Geräte

Kein Bestand, nur die Zettel. Ein Gerät wird bei der Ausgabe eingetragen (Art, Hersteller, Modell, Seriennummer, Asset-Tag, IMEI) und bei Rückgabe oder Storno wieder ausgetragen – es entstehen keine „Leichen“. Die Inventarliste bleibt im Asset-Management. Die Seite Geräte zeigt, was gerade ausgegeben ist und bei wem; die Suche nach Seriennummer oder Asset-Tag findet jeden Zettel zu einem Gerät, auch zurückgegebene (Ansicht „Verlauf“). Die Seriennummer ist Pflicht; Seriennummer und Asset-Tag können nie zweimal gleichzeitig ausgegeben sein – über alle Firmen hinweg. Die Geschichte bleibt bei der Person: Ihre Seite listet alle Zettel. Geräte aus dem früheren Lager (bis Version 1.1) zeigt die Seite als Altbestand mit einem Knopf zum Löschen (Bestätigung LÖSCHEN); Zettel behalten ihre Angaben.

Personen

Name, optional dienstliche Adresse (für Links und Erinnerungen), Abteilung, Kennung (z. B. Personalnummer) und Sprache – bewusst nichts weiter.

Person als Zentrale: Die Seite der Person zeigt alle ihre Ausgabezettel mit dem jeweiligen Gerät (anklickbar), Status und was noch fehlt, und führt von dort weiter: Zettel öffnen und unterschreiben lassen, PDF, Rückgabe, neues Gerät ausgeben, Einsichtslink, Auskunft als PDF (alles Gespeicherte, Art. 15 DSGVO; zusätzlich als JSON), Archivieren (nur ohne ausgegebene Geräte) und Löschen. Eine Adressänderung gilt auch für offene Zettel (für neue Links), der Zettel selbst bleibt unverändert.

Import (ConnectWise-PDF, Personen als CSV)

ConnectWise-PDF: Den „Configuration Report“ eines Geräts als PDF hochladen (auch mehrere auf einmal). Gelesen werden Manufacturer, Model Number, Serial Number, Tag Number (Asset-Tag), Contact, Company, Type und Install Date. Die Vorschau schlägt Firma, Geräteart und Person vor (vorhandene Person nach Name, sonst neu anlegen) – prüfen, ergänzen, „als Ausgaben übernehmen“: Je Datei entsteht ein Ausgabezettel an die Person (danach unterschreiben). Ohne Person wird nichts gespeichert; ist die Seriennummer gerade ausgegeben, wird die Zeile abgelehnt. Der Text wird mit pypdf direkt aus dem PDF gelesen, nichts verlässt den Server; das PDF selbst wird nicht gespeichert.

CSV: Personen aus einer CSV-Datei übernehmen, z. B. aus einem Verzeichnis-Export (Geräte gibt es nur über eine Ausgabe). Komma oder Semikolon, UTF-8 oder Windows-Zeichensatz, erste Zeile mit Spaltennamen (z. B. „Name“, „E-Mail“, „Abteilung“). Zuerst zeigt eine Vorschau, welche Zeilen passen und warum andere übersprungen werden (doppelte Adresse, fehlende Angaben); erst „übernehmen“ speichert – und prüft jede Zeile dabei erneut. Höchstens 1000 Zeilen je Datei.

Übersicht & Suche

Die Übersicht zeigt je Firma, wie viele Geräte ausgegeben sind, wie viele Zettel auf eine Unterschrift warten (und wie viele davon überfällig sind) sowie die Listen „Wartet auf Unterschrift“ und „Zuletzt unterschrieben“. Unter Ausgaben sucht das Suchfeld in Name, Belegnummer, Asset-Tag, Seriennummer, Modell und IMEI – so ist jeder Zettel in Sekunden gefunden. Listen zeigen höchstens 1000 Einträge.

5 · Für Personen (ohne Zugang)

Ein Link für genau einen Zettel. Die Person sieht ihre Geräte und den vollständigen Zettel mit den Bedingungen (auch als PDF), unterschreibt und bestätigt mit einem Häkchen. Der Link gilt 14 Tage (höchstens 30), wird beim nächsten Link, bei vollständiger Unterschrift, Rückgabe oder Storno ungültig und lässt sich jederzeit widerrufen. Gespeichert ist nur eine Prüfsumme des Links – er wird genau einmal angezeigt bzw. gemailt. Zu viele ungültige Aufrufe von einer Adresse werden gesperrt.

Einsichtslink

„Was ist für mich hinterlegt, was habe ich unterschrieben?“ – der Einsichtslink zeigt einer Person ohne Anmeldung ihre aktuell ausgegebenen Geräte und alle ihre Zettel mit PDF und Rückgabebeleg; offene Zettel kann sie dort unterschreiben. Die IT erzeugt ihn auf der Seite der Person (anzeigen, kopieren, QR-Code oder per Mail); nach vollständiger Unterschrift geht er automatisch mit der Bestätigung raus. Gültig 30 Tage (höchstens 90), widerrufbar, nur lesend.

6 · Mails

Benachrichtigungen

Mails gehen über Microsoft 365 (Graph, Shared Mailbox) oder SMTP – eingestellt in der Konsole. Jede Mail geht einzeln an genau eine Adresse, über eine Warteschlange mit Drossel und Doppelversand-Schutz. Unmittelbar vor dem Versand wird geprüft, ob die Mail noch passt (z. B. nicht mehr senden, wenn schon unterschrieben oder der Link widerrufen ist). Vorlagen: Bitte um Unterschrift, Erinnerung, Bestätigung, Einsichtslink, Rückgabebestätigung, Warnung an die Technik. Mails enthalten nur Links, keine Anhänge.

Erinnerungen

Wurde der Unterschriftslink per Mail versendet und fehlt die Unterschrift der Person nach 3 Tagen noch, schickt der Hintergrunddienst werktags ab 09:00 Uhr eine Erinnerung mit neuem Link – höchstens 3-mal. Danach erscheint der Zettel als überfällig. Nach Vor-Ort- oder QR-Ausgabe wird nicht ungefragt gemailt.

7 · Datenschutz & Probleme

Datenschutz

  • Nur nötige Daten: Name, optional dienstliche Adresse, Abteilung, Kennung; Geräte- und Unterschriftsdaten. Keine Freitexte über Personen, keine Bewertungen, keine Auswertungen über Verhalten oder Leistung.
  • Fristen: Ausgabezettel samt Unterschriften und Scans werden 36 Monate nach der vollständigen Rückgabe gelöscht, stornierte nach 30 Tagen, archivierte Personen ohne Zettel nach 12 Monaten, Versandhistorie nach 90 Tagen, Audit-Log nach 365 Tagen (Anmeldungen nach 30 Tagen). Ausgegebene Geräte sind nie betroffen.
  • Links: nur als Prüfsumme gespeichert, befristet, widerrufbar; abgelaufene und widerrufene werden nach 7 Tagen gelöscht. Sie erscheinen nie im Zugriffsprotokoll oder Audit-Log.
  • Auskunft und Löschung je Person auf ihrer Seite. Gelöschte Personen: Zettel bleiben als Nachweis bis zum Fristende erhalten.
  • Audit-Log: jede Änderung mit Wer/Was/Ziel – ohne Formularinhalte und Secrets.

Typische Probleme

„ENTWURF“ auf dem Zettel
Bedingungen der Zettelart (in der Sprache der Person) in der Konsole freigeben, Ausgabe stornieren und neu anlegen.
„Seriennummer gibt es bereits“
Das Gerät ist schon erfasst (evtl. bei einer anderen Firma). Über die Suche finden statt neu anlegen.
Link „funktioniert nicht mehr“
Abgelaufen, widerrufen, durch einen neuen ersetzt oder alles ist schon unterschrieben. Auf der Ausgabe einen neuen Link erzeugen.
Mail kommt nicht an
Konsole → Versandhistorie: Status und Fehlertext. Adresse der Person prüfen. Notfalls Link kopieren oder QR-Code zeigen.
„Seriennummer ist bereits ausgegeben“
Das Gerät steht noch auf einem offenen Zettel (die Meldung nennt ihn). Erst dort die Rückgabe erfassen – oder stornieren, falls er falsch angelegt war.
Passkey-Anmeldung klappt nicht
Passkeys brauchen HTTPS und die Adresse, unter der sie eingerichtet wurden (Basis-URL). Abgebrochen? Noch einmal klicken. Gerät verloren: Administration → IT-Zugänge → „Passkeys entfernen“ und neuen Einrichtungslink senden.
Unterschreiben auf dem PC ohne Touch
Mit der Maus zeichnen oder „Name verwenden“. Besser: QR-Code zeigen und auf dem Telefon unterschreiben lassen.
Firma fehlt in der Auswahl
Der eigene IT-Zugang ist auf bestimmte Firmen beschränkt oder die Firma ist archiviert.

Recht

Recht, Lizenzen, Mitbestimmung

Sorgfältige technische Einordnung (Version 2.1.1), keine Rechtsberatung – im Zweifel Datenschutzbeauftragte(n) bzw. Rechtsabteilung fragen.

BestandteilLizenz
PythonPSF-2.0
Flask, Werkzeug, Jinja2, MarkupSafe, itsdangerous, click, blinkerBSD-3-Clause
gunicornMIT
requests, cryptographyApache-2.0 (cryptography auch BSD)
segno (QR-Codes)BSD-3-Clause
pypdf (PDF lesen, Signaturfelder)BSD-3-Clause
WeasyPrint, pydyf, tinycss2, cssselect2, tinyhtml5, fonttoolsBSD-3-Clause / MIT
Pyphen (Silbentrennung)LGPL/MPL (wählbar)
PillowMIT-CMU (HPND)
Pango, HarfBuzz (Systembibliotheken im Image)LGPL-2.1 / MIT – dynamisch gebunden
Schriften DejaVu, Liberationfreie Lizenz (Bitstream Vera) bzw. SIL OFL 1.1
nginx-unprivileged (Wartungsseite)BSD-2-Clause

Alle erlauben den internen Einsatz ohne Gebühr. Bei Weitergabe an Dritte die Lizenztexte beilegen (im Image unter *.dist-info bzw. /usr/share/doc). Symbole und App-Icons sind selbst gezeichnet.

  • Elektronische Unterschrift: Die Unterschrift hier ist eine einfache elektronische Signatur im Sinne der eIDAS-Verordnung (Name, Zeitpunkt, Bild der Unterschrift, Prüfsumme des Dokuments, Audit-Log). Sie genügt in der Regel als Nachweis einer Empfangsbestätigung; wo das Gesetz die Schriftform (§ 126 BGB) verlangt, ersetzt sie diese nicht – dann die Papierfassung mit Scan verwenden.
  • Urheberrecht: Im Arbeitsverhältnis geschaffene Software – Nutzungsrechte beim Arbeitgeber (§ 69b UrhG). Bedingungstext und Logos sind Inhalte der jeweiligen Firma; nur eigene oder lizenzierte verwenden. Im Paket stehen keine echten Namen oder Firmendaten (Selbsttest).
  • Datenschutz: Beschäftigtendaten zur Durchführung des Arbeitsverhältnisses (Art. 6 Abs. 1 lit. b, Art. 88 DSGVO i. V. m. § 26 BDSG): Name, Adresse, Abteilung, Kennung, ausgegebene Geräte, Unterschriften. Werden Geräte im Auftrag anderer Firmen verwaltet, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) mit diesen Firmen nötig. Verzeichnis (Art. 30), Information der Beschäftigten (Art. 13) und Fristen sind Aufgabe des Betreibers; technische Maßnahmen (Art. 32): gehärtete Container, Secrets nur in secrets/, Links nur als Prüfsumme, Audit-Log, feste Löschfristen. Microsoft 365: Auftragsverarbeitung nach Microsoft-DPA, USA-Übermittlung über das EU-US Data Privacy Framework.
  • Passkeys: Gespeichert werden je Passkey nur Kennung, öffentlicher Schlüssel, Zähler, frei gewählter Name und Zeitpunkte. Fingerabdruck, Gesicht oder PIN verlassen das Gerät nie (keine biometrischen Daten in der Anwendung). Mit dem IT-Zugang werden seine Passkeys und Einrichtungslinks gelöscht.
  • Haftung für Leihgeräte: Im Arbeitsverhältnis gelten die Grundsätze der beschränkten Arbeitnehmerhaftung; pauschale Haftungsklauseln im Bedingungstext sind oft unwirksam. Den Text daher mit Personal/Recht abstimmen – die Musterfassung enthält bewusst keine Haftungsregel.
  • Betriebsrat: Eine Anwendung mit Audit-Log ist eine technische Einrichtung im Sinne von § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG – mitbestimmungspflichtig, am einfachsten per Betriebsvereinbarung mit Zweck, Daten und Fristen aus dieser Hilfe. Es gibt bewusst keine Auswertungen über Personen.